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GUSTAV MAHLER
VIDEOPANORAMEN


Ausstellung: Gustav Mahler und Wien
Österreichisches Theatermuseum
3 Videopanoramen zu Gustav Mahlers Symphonien

11. März bis 3. Oktober 2010

Gustav Mahler (1860-1911) gilt als Genie des Fin de
Siècle und zu gleichen Teilen als Vollender der romantischen Symphonie und Wegbereiter der Neuen Musik. Die 150. Wiederkehr seines Geburtstags nimmt das Österreichische Theatermuseum zum Anlass, dem Komponisten und Hofoperndirektor in seinen vielfältigen Beziehungen zu Wien nachzuspüren. Die Ausstellung wurde von Reinhold Kubik und Thomas Trabitsch kuratiert und von Blaich+Delugan gestaltet.
aus der offiziellen Pressemeldung // mehr…

Die Gestaltung der Videopanoramen widmet sich den sprachlich nicht fassbaren Dimensionen der Symphonien Gustav Mahlers. Die Musik als Ausdruck der Seele handelt von der irrationalen und traumwandlerischen Seite des Bewußtseins. Die Darstellung innerer Ereignisse ging für Gustav Mahler durchaus über das rein musikalische hinaus. Er folgte der Idee des Gesamtkunstwerks und strebte danach, die von ihm unzulänglich empfundene Vereinzelung der Künste zu überwinden. Neben seinen modernen Visionen für Operninszenierungen wollte er in seinen eigenen Kompositionen Texte nicht einfach nur vertonen, sondern musikalisch nachdichten. In diesem Sinne sind auch die Videoarbeiten keine unmittelbare Visualisierung der Musik, sondern ein Dialog mit Mahlers musikalischer Stimme und ein Spiel mit den Assoziationen und der Phantasie des Betrachters. An den Grenzen der verschiedenen künstlerischen Sprachen öffnet sich schließlich eine neue Sphäre, in der Mahlers Werke in einem anderem Licht erlebbar werden.

 

 

 

das kalgende lied

Das klagende Lied
Hochzeitsstück: Ach Spielmann, lieber Spielmann mein

Das zylindrische Format der Videoleinwände verweist auf die gemalten Panoramen des
19. Jahrhunderts. Die Videobespielung erweitert das Panorama und läßt es zur Bühne
für den Auftritt des „Magiers“ Gustav Mahler werden: Trotz einiger Widerstände erreicht
Mahler bei seiner Rückkehr nach Wien nicht nur den Höhepunkt seiner Karriere als Kapell-
meister, sondern revolutioniert auch in Zusammenarbeit mit Alfred Roller die Traditionen
des Bühnenbilds. Anstelle illusionistischer Kulissenmalerei entstehen mittels Farbe,
Licht und Schatten stilisierte Stimmungsräume ganz im Dienst des Musikdramas.

 

5. sinfonie

Symphonie #5 in cis moll
4. Adagietto

Eine kontinuierliche Dynamik zwischen Aufstieg und Fall bestimmt die visuelle Interpretation
zu Mahlers berühmten Adagietto der fünften Symphonie. Wie in wilden Meereswellen befinden
sich alle Moleküle des Sehnsüchtigen in Aufruhr. Der Ruf der Sirenen, verwandelt in zerflossene
Tinte, lockt mit zärtlicher Kraft und spielt mit der Lust am Untergang.

 



Symphonie #9 in D
1. Andante Comodo

Das Video lädt ein zu einem Spaziergang durch Phantasielandschaften. Eine Metamorphose
verschiedener Farb- und Lichträume erzählt vom extremen Erleben der Natur jenseits
romantischer Verklärung. Gustav Mahler pflegte eine intensive und ambivalente Beziehung
zu den Mächten der Natur. Einerseits empfand er sich mitunter als „Instrument, auf dem das
Universum spielt“ andererseits war er überzeugt, daß das Geheimnis der Natur nur erahnt
werden könne; denn sie sei überwältigend und nicht frei von Schrecken.

 

IM AUFTRAG DES ÖSTERREICHISCHEN THEATERMUSEUMS
UND BLAICH & DELUGAN ARCHITEKTEN
DANK AN MARCEL SCHOBEL UND SANDRA NAUMANN